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Maria Immaculata-Darstellung mit Himmelspforte aus Puebla (um 1749)

Diese breite, offene Himmelspforte, die von einem Engel getragen wird, gehört zu einer Marienerscheinung, die die Fassade der römisch-katholischen Kirche La Soledad („Zur Einsamkeit“) in Puebla, Mexiko, schmückt. Puebla ist eine Großstadt im östlich-zentralen Mexiko, südöstlich von Mexiko Stadt. Ihr Name lautet offiziell Heroica Puebla de Zaragoza. Bekannt ist sie für ihre Kolonialarchitektur, zu der auch dieses Detail gehört. Das Kunstwerk wurde in Stein ausgeführt und wird in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert. Vermutlich ist es zur feierlichen Einweihung der Kirche 1749 angefertigt worden.
Auf eine Kolorierung wurde verzichtet, daher sind die Einzelheit lediglich durch die Profilierung und den Schattenwurf zu erkennen. Leider ist der daran beteiligte Steinmetz namentlich nicht bekannt. Auf der Fassade der Pforte ist ein Zackenfries um das Tor gelegt, den Giebelbereich schmückt eine Blume, den manche Betrachter irrtümlich für ein mechanisches Rad halten. Die eigentliche Pforte scheint offen zu stehen. Getragen wird dieses Mariensymbol, wie auch alle übrigen, von einem kleinen Putto. Diese Art der Symbolpräsentation nach der Lauretanischen Litanei ist typisch für viele Werke aus dem Vizekönigreich Neuspanien.

Eduardo Merlo Juárez: Templo de Nuestra Señora de la Soledad de Puebla, Puebla 1987.
Eduardo Merlo Juáres, José Antonio Quintana Fernándes: Las iglesias de la Puebla de los Ángeles, Bdd. 2, México 2001.
Iván Martinez, Martha Reta, Lenice Rivera: Un privilegio sagrado: La concepción de María Inmaculada. La celebración del dogma en México, México 2005.
Sergi D. Garcia: La imagen de la mujer del apocalipsis en nueva Espana y sus implicaciones culturales, Valencia 2013.
Claus Bernet: Latein- und Südamerika, Norderstedt 2016 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 39).

 

tags: Puebla, Mexiko, Maria Immaculata, Porta Coeli, Marmor
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