Klaus Arnold (1928-2009): Glasfenster aus St. Matthäus Aglasterhausen (1966) und St. Matthäus in Mannheim (1967)

Künstlerischer Höhepunkt in der römisch-katholische Kirche St. Matthäus in Aglasterhausen bei Heidelberg sind die abstrakt gehaltenen Glasfenster von 1966. Sie wurden von Klaus Arnold (1928-2009), einem gebürtigen Heidelberger und zu dieser Zeit Professor an der Kunstakademie Karlsruhe, geschaffen und gehören zur Grundausstattung des Baus. In der Mittelachse des Altaraums sind in kräftigen roten und blauen Farben die Erhöhung und die Verklärung Christi sowie das Himmlische Jerusalem dargestellt. 

Pfarrgemeinde St. Matthäus, Aglasterhausen, Aglasterhausen (1966).
Franz-Josef Worring, Reinhold Rüttenauer: Katholische Pfarrkirche St. Matthäus in Aglasterhausen, in: Bauwelt, 1968, S.
270-271.
Claus Bernet: Kirchenfenster und Glasarbeiten, Teil 3, Norderstedt 2015 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 26). 

 

  Mannheim (1967)

Nach nur einem Jahr, 1967, hat der Künstler eine ähnliche Arbeit in der Nähe von Aglasterhausen geschaffen, in Mannheim. Auch diese katholische Kirche hat den Namen St. Matthäus und gehört zum gleichen Bistum wie Aglasterhausen. Hier musste ein neues Fenster für eine bereits bestehende Kirche aus dem 19. Jahrhundert ausgearbeitet werden. Das gesamte dreibahnigen Bleiglasfenster wurde dem Neuen Jerusalem gewidmet. Von der göttlichen Stadt sind im mittleren Bereich zwölf kreisförmig angeordneten Perlen zu sehen. Auch hier sind die dominierenden Farben ein dunkles Rot und Blau, die malerisch über das Fenster eingesetzt wurden.

Hans Albert Peters (Hrsg.): Rückschau Villa Massimo. Katalog zur Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, Karlsruhe 1978.
Evangelische Stiftung Pflege Schönau (Hrsg.): Die Matthäuskirche in Mannheim-Neckarau: Innenrenovierung 2005-2006, Heidelberg 2006.

 

tags: Mannheim, Abstrakt, Baden, Klaus Arnold
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