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Rudolf Krüger-Ohrbeck (1930-2000): Tabernakel aus „Christus unser Friede“, Dortmund (1971)

Im Jahr 1971 entstand in der römisch-katholischen Kirche „Christus unser Friede“ in Dortmund-Oespel/Kley eine Tabernakel-Wand der Größe 3 x 2 Meter von Rudolf Krüger-Ohrbeck (1930-2000) aus Osnabrück, der vor allem sakrale Plastiken, Grafiken und auch Kirchenfenster geschaffen hat. Sein Werk in Dortmund ist in Größe, Farbe und Form ungewöhnlich und einzigartig, aber auch zeittypisch für den Brutalismus der 1970er Jahre. Das Kunstwerk nimmt nicht Rückgriff auf alte Formen und Traditionen, sondern bedient sich einer modernen Formsprache.

Im Zentrum befindet sich ein geschliffener blauweißer Halbedelstein als der eigentliche Tabernakel, der an zwei Seiten geöffnet werden kann. Er ist auf einen grünen kubischen Block gesetzt, der von vier weiteren Bronzeblöcken in goldgelber Farbe gerahmt ist, wobei an jeder Himmelsrichtung eine Öffnung belassen wurde. Dieses Quadrat ist wiederum von türkisfarbenen Bronzeblöcken umschlossen. Zwischen den goldgelben und den türkisfarbenen Blöcken hat der Künstler etwas Raum gelassen. An jeder Seite findet man von den türkisfarbenen Blöckendrei Stück. Weitere solcher Bronzeblöcke schließen sich an. Sie sind unterschiedlich groß, unförmig und haben eine glatte Oberflächenstruktur. Von oben entsteht eine Perspektive, als würde man aus einem Flugzeug in Straßen und enge Gassen einer gewachsenen Altstadt blicken.

Nobert Brückelmann: Festschrift zur Einweihung des Gemeindezentrums Christus unser Friede in Dortmund-Oespel-Kley am 15. Mai 1971, hrsg. von der Kirchengemeinde Dortmund-Oespel-Kley, (Lensing) 1971.
Rudolf Krüger-Ohrbeck: Plastik, Graphik, Objekte, Fenster. Ausstellung in der Dominikanerkirche, 20. November – 30. Dezember 1973, Osnabrück 1973.
Claus Bernet: Der Tabernakel und das Neue Jerusalem, Norderstedt 2015 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 34).

 

tags: Dortmund, Tabernakel, Ruhrgebiet, Kubus, moderne, Edelstein, Ruhrgebiet
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