Elisa Pescatore: Videoinstallation Jerusalem als Aquarium (2009)

Im Jahr 2009 fand in Ischia die Kunstausstellung „Expressioni Colletiva Arte Giovanni“ statt, an der damals auch Elisa Pescatore teilnahm. Pescatore wurde 1981 in Varese geboren und machte 2005 ihr Diplom in Szenographie. Schon vor dieser Zeit setzte sie sich mit verschiedenen Medien künstlerisch auseinander. Dazu besuchte sie, als sie im März 2009 das die Skulptur „Gerusalemme Celeste“ schuf, die Mailänder Filmhochschule. Hören wir die Ausführungen der Künstlerin zu ihrer komplexen und autobiographisch durchsetzten Arbeit: „Gerusalemme Celeste is a timeless apocalyptic representation of an aquarium-cemetery (…), at the same time, represents the hope for a rebirth of a new man able to buck for a new existence. In a desert space – sand coming from Arabic lands – animal bones harvested and eat by me in the last years resembles anthropomorphic figures and skeletons elicit from an ancient animal foodstuff archeology. At the bottom of this cube there is a video screening representing the arrival and the consequential movement of mysterious creatures: human/animal beings be born and moving into water, prime and pure element symbolizing the human rebirth after death“.
Im Zentrum von „Gerusalemme Celeste“ steht ein mit Wasser gefülltes Rechteck der Größe von 150 x 93 cm x 93 cm. In seinem Inneren glänzt das türkisfarbene Wasser und spiegelt teilweise die Figuren, die die Künstlern um das Objekt angebracht hat. Diese Figuren sind entweder auf ein Podest gesetzt oder hängen an Fäden, wodurch ein Schweben erzeugt wird. Es sind jedoch keine lebenden Objekte, sondern Gräten und Knochen von Tieren, die die Künstlerin zuvor verspeist hat. 

eXpressioni. Collettiva arte giovani, 22-31 agosto 2008, o. O., 2009.
Claus Bernet: Kuriositäten, Raritäten, Absonderlichkeiten, Norderstedt 2014 (Meisterwerke des Himmlischen Jerusalem, 15).

 

Beitragsbild: E. Pescatore

tags: Installation, Video, Kunstwettbewerb, Italien, Skulptur, Kubus, Knochen, Gräten, Fisch, Türkis
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